Zurück zur Natur – Landwirtschaft im Miniformat total angesagt

Nutztierhaltung ist nicht nur etwas für Landeier. Der Trend geht eindeutig zurück zur Natur. Das beweist einmal mehr die Auswertung der Besucherzahlen der kürzlich stattgefundenen Messe „Mein Tier“ am Standort Oldenburg. Immer mehr Menschen besinnen sich auf alte Werte und legen nicht nur Selbstversorgergärten an, sondern interessieren sich zunehmend für die Haltung von Hühnern, Bienen, Kühen und Schafen. Rund 20.000 Besucher wurden anlässlich der Messe gezählt, wobei der Sektor Bauernhof einer der am meist besuchten war. Die Tiere konnten nicht nur hautnah besichtigt werden, sondern Interessierte konnten sich fachkompetenten Rat hinsichtlich Pflege und artgerechter Haltung der einzelnen Tierarten holen.

Hühnerhaltung im Garten – kleiner Aufwand, große Wirkung

Die Skandale in den Legebatterien führen nicht nur dazu, dass Verbraucher bewusster einkaufen, viele entscheiden sich sogar dafür, eigene Hühner im Garten zu halten. Neben dem Aspekt, täglich frische Eier von glücklichen und gesunden Hühnern zur Verfügung zu haben, spielt sicher auch der Spaßfaktor eine große Rolle. Abgesehen vom Füttern und gelegentlichem Stall ausmisten machen Hühner nicht viel Arbeit, aber umso mehr Freude, wenn man ihnen beim Picken und Scharren zusehen kann. Mit der Zeit werden die Tiere sogar zutraulich und kommen angelaufen, lassen sich sogar streicheln oder – kurz! – auf den Arm nehmen. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Hühner keine Kuscheltiere sind wie beispielsweise eine Katze. Viel Platz brauchen sie auch nicht, der Stall muss also nicht besonders groß sein, wenn der tägliche Freilauf gewährleistet ist. Das Einzige, was wohl überlegt sein will, ist die Anschaffung eines Hahns, gerade in dicht besiedelten Stadtrandgebieten. Das könnte leicht Ärger mit dem Nachbarn geben, der sich durch den ständigen Lärm belästigt fühlen könnte.

Darf’s ein bisschen mehr sein? – Schafe, Ziegen, Pferde

Wer über ein großes Grundstück verfügt und somit mehr als genug Platz zur Verfügung hat, kann zum Beispiel auf schlecht zu bearbeitenden Flächen die Haltung von einigen Schafen oder Ziegen in Erwägung ziehen. Die Ziegenhaltung hat den Vorteil, dass neben dem Abgrasen der Wiese auch noch eigene Milch gewonnen werden kann. Eine Ziege reicht dafür eigentlich schon aus. Wer auf Artenvielfalt steht, kann auf seiner Weide auch andere Herdentiere wie Kühe, Schafe oder Pferde weiden lassen. Das geht vor allem in ländlichen Gebieten übrigens auch mit fremden Tieren, indem die Wiese als Weideland für die Tiere anderer Dorfbewohner zur Verfügung gestellt wird.

Nutztierhaltung kann sehr bereichernd sein. Allerdings sollte sich jeder darüber im klaren sein, dass je nach Tierart bestimmte Gesundheitsvorschriften gelten, die unbedingt eingehalten werden müssen. Dass künftige Nutztierhalter sich im Vorfeld umfassend über die artgerechte Haltung und Eigenheiten der jeweiligen Tierart informieren, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

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