Welcher Hund passt zu uns? – Nicht nur Geschmackssache

Welcher Hund passt zu mir?

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Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Na ja, fast. Lediglich Katzen werden in deutschen Haushalten noch häufiger gehalten als Hunde. Aber trotzdem kamen deutsche Haushalte im Jahr 2011 laut einer Erhebung des Industrieverbands Heimtierbedarf auf etwa 5,4 Millionen Hunde. Die Entscheidung für einen Hund fällt nicht schwer, allerdings sollte die Hunderasse zum Hundehalter passen. Zur Zeit sind von der FCI (Fédération Cynologique Internationale) 343 Hunderassen anerkannt. Entstanden sind die zahlreichen verschiedenen Rassen nach Auffassung von Forschern im Zuge der Domestikation und daraus hervorgehenden Mutationen, die vom Menschen bei entsprechender Eignung von Wesen und Gestalt entsprechend weiter gezüchtet wurden.

Aussehen ist nicht alles

Wer einen Hund in seinen Haushalt aufnehmen möchte, sollte sich nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten richten, sondern die Rassenbeschreibungen genau studieren, gegebenenfalls Kontakt zu anderen Haltern der anvisierten Rasse aufnehmen. Nicht immer stimmen die Rassebeschreibungen in der Literatur mit den tatsächlichen Erfahrungen der Besitzer überein. Sie geben zwar eine grobe Richtlinie, dennoch kann es bei jeder Rasse Ausreißer geben, sodass das Tier nicht die an es gestellten Erwartungen erfüllt. Darüber sollten künftige Hundebesitzer sich im Klaren sein.

Entscheidende Faktoren: Wesen, Ansprüche, Kosten

Bei der Wahl der geeigneten Hunderasse spielt vor allem das Wesen eine Rolle. Ist der Hund kinderlieb oder eher ein Wach- und Jagdhund? Gerade in Familien mit Kindern sollten nur sanftmütige Rassen in Frage kommen. Und selbst dann darf der Hund nie mit kleinen Kindern allein gelassen werden! Verträgt sich der Hund mit anderen Haustieren wie Katzen? Wie gut lässt er sich anleiten? Ist vielleicht der Besuch einer Hundeschule zur richtigen Erziehung notwendig? Welche Ansprüche stellt der Hund an seine Pflege? Muss das Fell regelmäßig gebürstet werden oder kommt es ohne Pflege aus? Wie viel Auslauf braucht das Tier? Wer selbst nicht gut zu Fuß ist, sollte sich keinen Hund anschaffen, der täglich viele Kilometer laufen muss, um gesund und fit zu bleiben. Anders herum ist ein kleiner Hund, dem schell die Puste ausgeht, als Begleiter bei der Joggingrunde wenig geeignet. Wie teuer ist die Unterhaltung des Hundes? Ein Neufundländer, bekannt als gutmütiger Kinder- und katzenfreundlicher Familienhund, strapaziert das Haushaltsbudget mehr als ein kleiner Yorkshire-Terrier. Schließlich braucht so ein großes Tier wesentlich mehr Futter. Wie hoch sind die Kosten für die Hundesteuer? Fragen über Fragen, die im Vorfeld umfassend beantwortet werden müssen.

Es muss nicht immer ein Rassehund sein

Neben den zahlreichen einzelnen Rassen existieren noch mehr Mischungen der verschiedenen Rassen, die bestimmte Eigenschaften ineinander vereinen. Oft sind Mischlinge besonders aufgeweckt und zum Beispiel im Tierheim für einen Bruchteil der Kosten eines reinen Rassehundes zu haben. Wer mit einem Mischling liebäugelt, sollte sich aber genau informieren, welche Rassen in seinem Mischling stecken. Nicht, dass es hinterher zu bösen Überraschungen kommt. Ein Dobermann- oder Rottweiler-Anteil ist bedenklich, soll es ein reiner Familienhund in einem Haushalt werden, in dem kleine Kinder aufwachsen. Unglücksfälle können hier leider nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, sodass eine Familie sich in dem Fall lieber für eine andere Mischung entscheiden sollte.

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