Kaviar aus heimischer Zucht

Gourmets genießen Delikatessen, die nicht jedem Geschmack entsprechen, sondern nur demjenigen, der sie zu schätzen weiß. Zu diesen wertvollen Köstlichkeiten gehört Kaviar: Dabei handelt es sich um die Eier bestimmter Fischarten, die als Beilage verzehrt werden. Der echte Gourmet möchte aber oft nicht nur genießen, sondern seine Delikatessen im Herstellungsprozess begleiten, um sie wahrhaftig kennen und schätzen zu lernen. Wer über die nötigen finanziellen Mittel verfügt sowie genügend Zeit für diese aufwendige Aufgabe übrig hat, kann es sich zum Ziel machen eines Tages das „schwarze Gold“ aus eigener Zucht zu genießen, statt weiterhin den sehr teuren Kaviar kaufen zu müssen.

Geeignete Fische
Kaviar ist ein Produkt weiblicher Fische, die als Rogner bezeichnet werden. Wer sich zunächst nur am Kaviar versuchen möchte, benötigt ausschließlich einige Rogner; soll das Projekt langfristig weiterlaufen, müssen sich die Fische vermehren können und es sind auch einige männliche Vertreter der Fischart erforderlich, die als Milchner bezeichnet werden und nicht für die Kaviar-Produktion gedacht sind. Der Genuss ist vor allem aber von der Fischart abhängig. Geeignet sind viele heimische Fischarten, beispielsweise Lachse oder Störe, aber auch Forellen. Bevor man sich entscheidet, probiert man sich am besten durch die verschiedenen Kaviar-Sorten und informiert sich darüber, wie die jeweilige Art gehalten wird und ob diese Haltung durchführbar ist.

Haltung und Zucht
Wichtig für den hauseigenen Kaviar ist zunächst die richtige Haltung der Fische. Die meisten Arten, die sich für die heimische Kaviar-Produktion eignen, brauchen sehr große Becken. Gleichzeitig vertragen sie kein Süßwasser, sondern brauchen mindestens Brackwasser und oft sogar Meerwasser; dieses muss gekauft werden, da man es nicht selbst herstellen kann. Je nach Art kann auch die Fütterung zur anspruchsvollen Aufgabe werden. Wenn man sich nicht lediglich am hausgemachten Kaviar probieren möchte, sind zudem ökologische Kenntnisse wichtig; denn wenn sich der Fischbestand konstant verhalten soll, damit immer genug Fische vorhanden sind, müssen immer auch ausreichend Männchen und Weibchen vertreten sein, um sich paaren zu können.

Die Kaviargewinnung
Es gibt heutzutage einige Möglichkeiten, Kaviar zu gewinnen, ohne die Rogner dafür schlachten zu müssen. Diese sind allerdings nur für einige Arten entwickelt und stehen vor allem den großen Produktionsanlagen zur Verfügung, für die diese Methode wirtschaftlicher ist, da die Rogner dadurch mehr als einmal Kaviar liefern können. Kleine Züchter müssen jedoch meist darauf zurückgreifen, die Rogner zu schlachten. Deshalb sollte man sich schon zu Beginn die Frage stellen, ob man ein Tier töten kann; immerhin will nicht jeder Gourmet diese Aufgabe verrichten. Andernfalls sollte man sich Gedanken darüber machen, in eine tötungsfreie Zuchtanlage zu investieren, falls möglich.

1 Antwort
  1. TopDoors
    TopDoors says:

    Interessanter Artikel. Ich finde es sehr gut, das die Fische nicht mehr geschlachtet werden müssen, um an den Kaviar zu kommen. Was ich jedoch nicht verstehe, wie man überhaupt Kaviar essen kann… :)

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