Fundtiere in der Urlaubszeit

Fundtiere in der Urlaubszeit

Die Ferienzeit ist für viele Tiere eine traurige Zeit. Die Besitzer wissen nicht wohin mit ihren Vierbeinern und überlassen sie während ihrer Abwesenheit entweder sich selbst oder entledigen sich ihrer sogar am Straßenrand oder an Autobahnraststätten, darauf hoffend, dass sich jemand ihrer annimmt. Glücklicherweise finden sich tatsächlich oft tierliebe Menschen, die sich um die vernachlässigten oder ausgesetzten Tiere kümmern. Wer sich um Fundtiere kümmert, sollte dabei einiges beachten.

Was tun mit herrenlosen Tieren?

Wer ein herrenloses Tier findet, sei es in der eigenen Wohngegend oder unterwegs, sollte das oft ausgehungerte und durstige Tier erstversorgen, damit es wieder zu Kräften kommt. Erst dann kann überlegt werden, was nun weiter unternommen wird.

Zugelaufene Tiere am Wohnort

Läuft am eigenen Wohnort ein Tier zu, gibt es verschiedene Gründe dafür: Die Besitzer sind in den Urlaub gefahren und haben das Tier einfach zu Hause gelassen. Oder Hund oder Katze wurden einfach unterwegs, weit genug vom Wohnort der Besitzer entfernt, ausgesetzt. Am eigenen Zuhause ist es relativ einfach, nach der Erstversorgung des Tieres umsichtig zu handeln. Sicher ist ein Tierarzt in der Nähe, der überprüfen kann, ob das Tier

  • gesund ist und
  • eine Tätowierung oder einen Chip besitzt, sodass der rechtmäßige Besitzer ausfindig gemacht werden kann.

Kann der Besitzer nicht ermittelt werden, hat der Finder die Möglichkeit, das Tier im örtlichen Tierheim abzugeben oder es mit zu sich nach Hause zu nehmen und sich selbst darum zu kümmern. Allerdings sollten dann wenigstens bei den ansässigen Tierärzten sowie im Tierheim Nachrichten hinterlassen werden, dass ein Tier gefunden wurde. Wichtig sind Angaben zu Tierart, Rasse und Aussehen sowie natürlich die Kontaktdaten. Immerhin kann es sein, dass das Tier dem Besitzer nur entlaufen ist und er bei den Tierheimen und Tierärzten der Umgebung danach sucht. Wurde das Tier nach einer Frist von einem halben Jahr nicht als vermisst gemeldet, wird der Finder zum rechtmäßigen Eigentümer.

Gefundene Tiere unterwegs

Bei einem Tier, das am Straßenrand oder an einer Autobahnraststätte gefunden wird, wird im Grunde ähnlich verfahren. Nur dass das Tier erst einmal mit zum eigenen Wohnort genommen wird, um es mit Wasser und Futter zu versorgen und dann den Weg über einen Tierarzt oder die Tierheime zu gehen.

Ein Tier aus dem Ausland mitnehmen – auch das geht

In vielen Urlaubsländern haben Tiere einen ganz anderen Stellenwert als bei uns und befinden sich oft in einem erbarmungswürdigen Zustand. Wer einen Hund oder eine Katze aus dem Urlaubsland mit nach Hause nehmen möchte, muss auf jeden Fall die gesetzlichen Bestimmungen des Urlaubslandes beachten. In den meisten EU-Ländern genügt es, wenn man einen Impfausweis sowie eine Gesundheitsbescheinigung des Tierarztes vorweisen kann. Ein Besuch bei Tierarzt vor der Abreise ist also unbedingt erforderlich. Auch sollten die Reisebestimmungen der Fluglinien vor der Abreise erfragt werden. Meist dürfen Katzen und Hunde bis 10 kg Körpergewicht mit in die Kabine genommen werden, oft aber nur ein Tier pro Buchung. Alle anderen Tiere müssen im Frachtraum untergebracht werden. Die Probleme fangen oft schon damit an, das Tier überhaupt zum Flughafen zu befördern, denn viele Busunternehmen weigern sich, Tiere mitzunehmen. In dem Fall muss der Transport zum Flughafen per Taxi oder Mietwagen erfolgen. Wer ein Tier am Urlaubsort ins Herz geschlossen hat und es mit nach Hause nehmen möchte, findet oft Hilfe bei dortigen Tierschutzorganisationen wie zum Beispiel Tierschutz ohne Grenzen.

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