Deutscher  Schäferhund - Haustier

Ein Hund aus dem Ausland – das ist zu beachten

Zur Zeit erleben Tierheime und Pflegestellen eine regelrechte Schwemme von Hunden, die aus dem Ausland importiert werden. Meist handelt es sich um ausgesetzte oder in Tötungsstationen abgegebene Hunde, oft haben sie jahrelang auf der Straße gelebt. Wer einem solchen Hund ein neues, besseres Zuhause geben möchte, sollte im Vorfeld wissen, worauf er sich da einlässt:

Ein Hund mit Vergangenheit ist nichts für Anfänger, denn er braucht nicht nur viel Geduld, sondern eine konsequente Erziehung und sehr viel Erfahrung seitens des Hundebesitzers.

Auffangstationen und Tierheime sind nur in eingeschränktem Umfang in der Lage, den Charakter des Hundes zuverlässig zu beurteilen.

Ob der Hund sich mit anderen Hunden, Katzen und Kindern verträgt, kann nur in der familiären Situation einer privaten Pflegestelle beurteilt werden. Hier lassen sich die ehemaligen Streuner am besten an deutsche Verhältnisse und an ein Leben innerhalb einer Familie gewöhnen. Wer einen Familienhund sucht und einem Hund aus dem Ausland eine Chance geben möchte, sollte sich deshalb besser an eine Pflegestelle in der näheren Umgebung wenden, wo der Hund auch besucht werden kann, um zu sehen, ob die Chemie stimmt.

Hunde, die lange Zeit auf der Straße gelebt haben, weisen einen starken Drang zum Streunen und Jagen auf, agieren selbständig und sind es nicht gewohnt, Befehlen zu folgen. Das kann nicht nur für andere, sondern auch für sie selbst gefährlich werden. Der Besuch einer Hundeschule und eine intensive Beschäftigung helfen dabei, das Jagdverhalten in spielerische Bahnen zu lenken. Aus Sicherheitsgründen sollte der Hund bei Spaziergängen im Wald dennoch immer angeleint bleiben.

Aus verständlichen Gründen gibt es unter den Hunden aus dem Ausland viele Angsthunde. Hier sind sehr viel Geduld und Fingerspitzengefühl gefragt sowie liebevolle Konsequenz. Manche Tiere legen ihre Angst nie ganz ab, so dass sie in einem turbulenten Familienhaushalt nicht gut aufgehoben sind.

Wer einen kranken Hund oder einen Hund mit Handikap aufnimmt, sollte sich darüber im klaren sein, dass dieser mehr Fürsorge benötigt und das Ganze mit vielen Tierarztbesuchen, speziellen Futtermitteln, ständigen Medikamentengaben und demzufolge mit entsprechenden Kosten verbunden sein wird.

Pflegestellen und Tierheime veranschlagen in der Regel eine Vermittlungsgebühr von 250 Euro, die durchaus ihre Berechtigung hat. Schließlich müssen die Hunde nach ihrer Überführung auf Mittelmeerkrankheiten untersucht, geimpft, entwurmt und eventuell kastriert werden, bevor sie nach einer gewissen Eingewöhnungszeit weiter vermittelt werden können.

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