Ein Haustier für die Seele

Ein Haustier für die SeeleViele Haustierbesitzer wissen es schon lange: Hund, Katze, Kaninchen oder Vogel haben auf Menschen therapeutische Wirkung. Eine Forsa-Untersuchung gibt ihnen Recht.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte im Auftrag von Mars Petcare, einem Tiernahrungs-Unternehmen, eine Untersuchung hinsichtlich der Wirkung von Haustieren auf die menschliche Gesundheit durch. Befragt wurden im Rahmen der Untersuchung 1.200 Bundesbürger. Die meisten der Befragten sind von der positiven Wirkung von Haustieren, insbesondere auf einsame, Senioren und Kinder, überzeugt. Immerhin lebt in jedem dritten Haushalt in Deutschland ein Haustier.

Haustiere wirken ausgleichend

Ein Haustier ist als Tröster in der Not unbezahlbar. Kinder wie Erwachsene können dem Tier jederzeit ihren Kummer anvertrauen. Hund, Katze oder andere Kleintiere vertreiben die Einsamkeit und zwingen ihre Besitzer zum Handeln, schließlich wollen sie täglich gefüttert, gepflegt und ausgeführt werden. Selbst Wellensittiche oder Hamster sind auf regelmäßige Zuwendung angewiesen. Alte Menschen und auch Depressive profitieren von dem Gefühl, gebraucht zu werden und nicht nutzlos zu sein. Auch verhaltensauffällige Kinder, die unter ADHS oder unkontrollierbaren Aggressionen leiden, werden durch die Anwesenheit eines Haustiers ruhiger. Es wird weniger geschrieen, ein Kind mit einer schnurrenden Katze auf dem Schoß bleibt erstaunlich lange auf einem Fleck sitzen und kommt dabei selbst zur Ruhe. Wer gestresst von der Arbeit nach Hause kommt, findet beim Herumtollen mit dem Hund oder beim Kuscheln mit der Katze Ablenkung. Die bedingungslose Liebe des vierbeinigen Freundes macht glücklich, was auch der Gesundheit zu Gute kommt. Stresshormone werden abgebaut und durch Glückshormone ersetzt, Seele und Körper kommen wieder in Balance.

Weniger Schmerzen dank Haustier

Haustieren, insbesondere Katzen, wird noch eine weitere positive Eigenschaft zugeschrieben: Kranke Menschen brauchen weniger Schmerz- und Schlafmittel. Vor allem das Schnurren einer Katze hat eine beruhigende Wirkung. Längst haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Schnurren nicht nur ein Zeichen von Zufriedenheit und Wohlbefinden ist, sondern auch zur Linderung von Schmerzen eingesetzt wird. Verletzungen und Knochenbrüche heilen durch die Vibration schneller. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass diese positive Wirkung nicht nur bei der Katze selbst wirkt, sondern auch bei „ihrem“ Menschen, wenn dieser unter Schmerzen leidet. Katzen spüren ganz genau, wenn es ihrem Besitzer nicht gut geht und legen sich öfter als sonst zu ihm, manchmal sogar genau dorthin, wo der Schmerz sitzt. Der therapeutische Effekt von Haustieren zeigt zunehmend Wirkung in vielen Bereichen des Lebens: In Krankenhäusern, Schulen, Altersheimen und insbesondere auf Hospiz-Stationen sind immer häufiger Tiere anzutreffen.

Ein Haustier als Therapeut anschaffen? Bitte mit Weitsicht

Da so viele Argumente für ein Haustier sprechen, sollte eigentlich in jedem Haushalt eines leben. Allerdings sollte die Anschaffung nicht nur aus einem Impuls heraus, sondern mit Weitsicht erfolgen. Niemand im Haushalt darf eine Allergie gegen Tierhaare haben, die Versorgung muss über viele Jahre sicher gestellt sein – auch im Urlaub oder bei Krankheit. Gerade ältere Menschen sollten bei der Anschaffung eines Haustieres immer ihr eigenes Lebensalter und die Lebenserwartung von Hund oder Katze berücksichtigen.

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