Welcher Hund passt zu mir?

Ein Haustier auf Zeit – Tierpatenschaften

Wer kein eigenes Haustier halten darf oder die Verantwortung über einen langen Zeitraum scheut, muss nicht auf den Kontakt zu Hunden, Katzen oder Kleintieren verzichten. Die meisten Tierheime bieten so genannte Tierpatenschaften an, von denen beide Seiten profitieren.

Tierheime haben für die Unterhaltung ihrer Schützlinge hohe Kosten tragen: Futter, Einstreu, Tierarzt – das alles kostet Geld. Tierpatenschaften sollen helfen, diese Kosten zu tragen. Gleichzeitig haben Tierfreunde die Möglichkeit, die Verantwortung für ein Tier zumindest zeitweise mit zu übernehmen und auf Wunsch sogar den persönlichen Kontakt zu pflegen. Dabei gehen die Paten jedoch keinerlei Risiko und langfristige Verpflichtungen ein.

Die Tierpatenschaft – so funktioniert es

Der Pate füllt ein Antragsformular aus und wählt aus, ob er die Patenschaft für ein ganz bestimmtes Tier übernehmen möchte. Hierfür zahlt er einen monatlichen Betrag, der dazu bestimmt ist, die Kosten mit zu decken. Meist verlangt das Tierheim einen Mindestbetrag von fünf Euro pro Monat. Die Patenschaft für mehrere Einzeltiere ist meist nicht möglich, sehr wohl aber eine Patenschaft für alle Hunde, alle Katzen oder alle Nager. Das ist damit zu erklären, dass der bürokratische Aufwand für mehrere Einzelpatenschaften zu hoch wäre. Übernimmt jemand die Patenschaft für ein bestimmtes Tier, bekommt er vom Tierheim eine Urkunde mit einem Foto des Tieres. Die meisten Tierheime bieten regelmäßige Treffen der Tierpaten an, wo sie sich kennen lernen und austauschen können. Ist das Tierheim in der Nähe des Wohnorts, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, das Tier regelmäßig zu besuchen und beispielsweise mit dem Patenhund spazieren zu gehen. Wird das Patentier vermittelt oder stirbt, kann der Pate auf Wunsch ein anderes Patentier auswählen. Eine Tierpatenschaft kann jederzeit ohne Angabe von Gründen aufgehoben werden.

Alternativen zur Tierpatenschaft

Neben der Tierpatenschaft, die mit gewissen Kosten verbunden ist, haben Tierfreunde weitere Möglichkeiten, sich mit Tieren zu beschäftigen:

  • Tierheime sind dankbar für Helfer, die die Katzen streicheln, die Hunde ausführen oder beim Reinigen der Nagerställe helfen.
  • Nachbarn und Bekannte, die nicht gut zu Fuß oder beruflich stark eingespannt sind, freuen sich über jemanden, der den Hund zu ausgiebigen Spaziergängen mitnimmt.
  • Für die Urlaubszeit oder in Krankheitsfällen werden Tiersitting-Angebote gern angenommen.
  • Vorübergehende Pflegestellen für ein krankes oder schwer zu vermittelndes Tier werden immer gesucht und ermöglichen den täglichen Umgang mit Hund oder Katze.

Ein Haustier auf Zeit ist die ideale Option für alle, die den Kontakt zu einem Hund, einer Katze oder einem Kleintier pflegen und gleichzeitig ein gutes Werk tun wollen. Und für so manch Unentschlossenen ist dieser „Probelauf“ der Einstieg in eine dauerhafte Beziehung zu einem eigenen Tier.

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