Diabetes bei Katzen

Diabetes bei Katzen

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Nicht nur Menschen, auch Katzen leiden gar nicht so selten unter Diabetes. Besonders gefährdet sind übergewichtige Kater, hier sind die meisten Diabetes-Kandidaten zu finden. 70 Prozent der von Diabetes betroffenen Katzen entwickeln die Stoffwechselstörung im Alter zwischen acht und 13 Jahren.

Was ist Katzendiabetes?

Beim Diabetes handelt es sich um eine Erkrankung des Stoffwechsels, bei der die Bauchspeicheldrüse der Katze nicht mehr genügend Insulin produziert. Dadurch können die Zellen nicht mehr genug Blutzucker aufnehmen, dem Körper fehlt wichtige Energie. Hält der Mangel an Insulin an, wirkt sich dies negativ auf den Fett- und Eiweißstoffwechsel des Körpers aus, im schlimmsten Fall kommt es zu einer kompletten Entgleisung des Stoffwechsels.

Die Entstehung von Diabetes bei Katzen

Katzen leiden vor allem unter dem Diabetes mellitus Typ 2. Risikofaktor Nummer Eins ist Übergewicht. Daneben führen auch genetische Defekte sowie Bauchspeicheldrüsenentzündungen dazu, dass Diabetes bei den Stubentigern entsteht. Manche Medikamente wie Gestagene können das Auftreten von Diabetes ebenfalls begünstigen.

Von den ersten Symptomen zur Diagnose

Frisst eine bisher übergewichtige Katze noch mehr als sonst, nimmt dabei aber paradoxerweise an Gewicht ab, sollten Katzenbesitzer hellhörig werden. Gleichzeitig bemerken Katzenbesitzer einen vermehrten Durst bei ihrer Katze, folglich muss die Katzentoilette viel häufiger gereinigt werden. Wird Klumpstreu benutzt, sind die zu entfernenden Klumpen plötzlich wesentlich größer. Haben diese Klumpen die Größe einer menschlichen Faust, ist das auf jeden Fall ein Alarmzeichen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung nimmt der Appetit der Katzen mit Diabetes deutlich ab, es kommt häufig zu Erbrechen. Gleichzeitig wird das einst so aufgeweckte Tier völlig lethargisch. Katzenbesitzer, die bei ihrer Katze Diabetes vermuten, sollten sich einmal genau ansehen, wie sie geht. Während gesunde Katzen beim Gehen nur die Zehenspitzen der Hinterpfoten aufsetzen, benutzen diabetische Katzen die komplette Sohle. Verantwortlich dafür ist ein Nervenschaden.

Zur Diagnose werden vor allem die bereits genannten deutlichen Zeichen herangezogen. Zusätzlich wird der Diabetes durch eine Untersuchung des Blutzuckerspiegels nachgewiesen. Diese Untersuchung wird in der Regel mehrmals durchgeführt, weil eine einzige Untersuchung nicht sehr aussagekräftig ist. Der Besuch beim Tierarzt bedeutet für die Katze Stress. Dieser äußert sich durch einen niedrigeren Blutzuckerspiegel, wodurch das Untersuchungsergebnis verfälscht sein kann. Zusätzlich wird der Harn der Katze auf Zucker untersucht. Geduldige Katzenbesitzer können diesen beim Gang zur Toilette problemlos mit Hilfe einer kleine Kelle oder eines flachen Schälchens auffangen, welches beim Urinieren vorsichtig unter die Katze geschoben wird.

Wie Diabetes bei Katzen therapiert wird

Die Behandlung des Diabetes Katze hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. In leichteren Fällen ist es oft schon ausreichend, eine Gewichtsreduktion der übergewichtigen Katze herbeizuführen und das Tier in Zukunft kohlenhydratarm zu ernähren. Hierfür stehen im Handel oder beim Tierarzt spezielle Fertigprodukte zur Verfügung. In schweren Fällen muss der Katze zweimal täglich Insulin gespritzt werden. Die Technik wird dem Besitzer beim Tierarzt gezeigt, damit er sein Tier selbst spritzen kann. Zur Therapie gehören regelmäßige Kontrollen von Blutzuckerspiegel, Gewicht und Trinkmenge der Katze. Mit der richtigen Behandlung kann eine diabetische Katze ein ganz normales Leben führen.

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