Das Ausdrucksverhalten des Hundes

Der Hund ist im Leben mit uns Zweibeinern wirklich äußerst anpassungsfähig, nur reden kann er noch nicht. Um Verhalten und Sprache des Hundes zu verstehen, muss man sich deshalb sozusagen „verhundlichen“. Der Hund verständigt sich sowohl mit uns Menschen als auch mit seinen Artgenossen durch Mimik und Körpersprache, Berührungen und Laute. Bedeutsam ist auch die Verständigung durch Gerüche. Dieser Bereich bleibt uns Menschen mangels gut ausgeprägten Riechvermögens leider weitgehend verschlossen.

Optische Kommunikation Teil 1
Mit ihrer Körpersprache und Mimik drücken Hunde ihre momentanen Emfindungen aus. Im Vergleich zum Wolf ist diese Art der Kommunikation jedoch sehr vergröbert. Die meisten Elemente aus dem wölfischen Ausdrucksverhalten finden sich noch beim Alaskan Malamute und beim Siberian Husky. Auch das Aussehen dieser Rassen erinnert noch an den Wolf. Viele Hunde können sich wegen ihres Aussehens nicht mehr so gut verständlich machen:

– Das Gesicht ist häufig von langen Haaren verdeckt.
– Hängeohren können bei weitem nicht das vermitteln, was mit Stehohren ausgedrückt werden kann.
– Langaahriges Fell lässt sich nicht sträuben.
– Kupierte Ruten können nahezu nichts mehr übermitteln.
– Manche Rassen, wie etwa viele Windhunde, wirken durch ihre zuchtbedingt eingeklemmte Rute immer unterwürfig, die aufrecht getragene Rute anderer Rassen, wie des Beagles, signalisiert Selbstbewusstsein. Da aber weder alle Windhunde unterwürfig noch alle Beagle dominant sind, kann es zu Missverständnissen unter den Hunden kommen.

Die Bedeutung der einzelnen Signale und ihre Verwendung muss der Hund im Umgang mit Artgenossen verschiedener Rassen von klein auf erlernen. Deshalb sind gute Welpenspieltage so wichtig.

Eine Botschaft des Hundes besteht meist aus verschiedenen Signalen. Ein einzelnes Signal kann je nach Kombination völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. So ist Schwanzwedeln z.B. nicht automatisch ein Ausdruck für Freundlichkeit, sondern muss im Zusammenhang mit dem Gesamtausdruck gesehen werden.

1 Antwort
  1. Hundefreund
    Hundefreund says:

    Das eigentliche Problem ist doch aber, dass die Menschen die Sprache des Hundes nicht mehr verstehen. Viele verstehen noch nicht einmal, was ihr eigener Hund ihnen sagen will, und das, obwohl er sich so deutlich ausdrückt, wie ein Hund das nur kann.
    Missverständnisse unter Hunden sind trotz der oben genannten Einschränkungen immer noch recht selten, aber Missverständnisse zwischen Hund und Mensch sind inzwischen an der Tagesordnung.

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