Besteuerung von Haustieren

Nur der Hund muss versteuert werden

Bevor Sie sich ein Tier anschaffen, sollten Sie sich auch über die laufenden Kosten informieren. Neben Tierarztrechnungen, Futter und einem artgerechten Schlafplatz fallen auch Steuern an.

Für Kaninchen, Katzen, Pferde oder Meerschweinchen, Fische oder für exotische Tiere wie etwa Spinnen erhebt der Staat keine Steuern. Tatsächlich fallen in Deutschland für den privaten Tierbesitzer nur Steuern an, wenn Sie sich einen Hund ins Haus holen. Die Hundesteuer steht jedoch nicht, wie oft fälschlich angenommen wird, als Honorierung für die städtische Straßenreinigung, die Straßen und Wiesen von Hundekot säubern. Denn dafür muss der Hundehalter selber sorgen. Die Hundesteuer wurde schon im Mittelalter erhoben. Doch während im 15. Jahrhundert diese Steuer nur den eh schon armen Bauern zu Lasten gelegt wurde, entwickelte sich die Hundesteuer in den später folgenden Herzogtümern zu einer Luxus- und Entseuchungssteuer.

Hunde leisteten sich nur die Reichen in der Gesellschaft, die für diesen Luxus zahlen sollten und konnten. Um die Anzahl der Hunde kontrollieren zu können und somit die Menschen vor Seuchen und Krankheiten zu schützen, stieg die Hundesteuer mit jedem weiteren gehaltenen Hund. Die Bauern wurden indes von der Hundesteuer befreit.

Heute müssen alle Menschen, die in Deutschland leben und einen Hund halten, Hundesteuer zahlen. Die Höhe der Steuer legen die Städte in Eigenregie fest. Die Unterschiede liegen dabei teilweise bis zu 100 Euro. Der Hund sollte jedoch in der Stadt angemeldet werden, in der er auch die meiste Zeit lebt. Wer zwei oder mehr Hunde besitzt, muss allerdings in jeder Stadt nicht doppelte Steuern zahlen, sondern sich damit abfinden, dass der Regelsatz pro Hund zusätzlich erhöht wird. Zahlreiche Städte erheben zudem eine zusätzliche Steuer auf Rassen, die zu den sogenannten Kampfhunden zählen.

Die Bezahlung erfolgt, meist nach Wahl, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich. Viele Städte bieten ein Lastschriftverfahren an, ansonsten lohnt es sich, einen termingerechten Dauerauftrag einzurichten, denn wird die Steuer nicht bezahlt, kann der Hund von der Ordnungsbehörde eingezogen und ins Tierheim gegeben werden.

Absetzbar ist diese Steuer bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung nur für Halter, die den Hund aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen halten, wie z.B. Hundetrainer, Förster oder Blinde. In diesen Fällen ist es auch möglich, vorab von der Hundesteuer befreit zu werden.  Egal  in welcher Stadt Sie wohnen, Ihr Steuerberater in München oder Hamburg kann Ihnen hier weiterhelfen – jede Stadt verfährt bei ihren Entscheidungen nämlich unterschiedlich. Nachfragen beim zuständigen Amt, in der Regel das Amt für öffentliche Ordnung, lohnen sich aber.

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